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MitteilungVeröffentlicht am 1. Oktober 2026

Innovationsexpedition: Flexible Erprobung neuer Drohnen-Nutzlasten

Leonita Avdyli, Innovation, armasuisse Wissenschaft und Technologie

Zwei Angehörige der Armee beobachten eine Transportdrohne während eines Testflugs auf einem Übungsgelände.

Welche Aufgaben könnten Transportdrohnen künftig innerhalb der Schweizer Armee übernehmen? Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich das Kompetenzzentrum Drohnen und Robotik der Verteidigung (Komp Zen DRV), die Logistikbrigade (Log Br) und armasuisse Wissenschaft und Technologie (W+T) im Rahmen einer Innovationsexpedition.

Anlass für die Innovationsexpedition war die Bedarfsmeldung des Komp Zen DRV, verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsfälle für moderne Transportdrohnen systematisch zu untersuchen. Gemeinsam mit armasuisse W+T wurde deshalb entschieden, die Innovationsexpedition «Test Run» zu bearbeiten und mögliche Einsatzszenarien schrittweise zu evaluieren.

Der Innovationsraum Test Run bietet die Möglichkeit Technologien in der Praxis zu erproben und deren Nutzen frühzeitig und konkret zu bewerten. Diese weisen einen Lösungsreifegrad von 8 (Beta-Solution) bis 9 (verfügbare Lösung mit bestätigter Bedarfsdeckung) auf.

Eine vielseitige Drohnentechnologie

Im Zentrum steht eine modulare Transportdrohne, die als Trägerplattform für unterschiedliche Nutzlasten dient. Das bedeutet, dass die Drohne je nach Bedarf mit unterschiedlichen Geräten, beispielsweise Kameras oder Transportbehältern, ausgestattet und so für verschiedene Aufgaben eingesetzt werden kann. Die Transportdrohne ist mit einem Hybridantrieb ausgestattet, der die Vorteile von Batterie- und Verbrennungstechnologie kombiniert. Dadurch können längere Einsatzzeiten sowie eine höhere Flexibilität bei unterschiedlichen Anforderungsprofilen erreicht werden. Für die Erprobung kommt eine in der Schweiz entwickelte Transportdrohne zum Einsatz.

Im Rahmen der Innovationsexpedition soll untersucht werden, in welchen Szenarien ein solcher Drohnentyp einen operativen Mehrwert bieten könnte. Die Arbeiten konzentrieren sich dabei nicht auf die Beschaffung eines bestimmten Systems, sondern auf die Erprobung möglicher Anwendungsfälle. Dabei wird beispielsweise untersucht, ob sich die Drohne für den Transport grösserer Güter über längere Distanzen oder für die zeitnahe Beförderung kleinerer Güter in Einsatznähe eignet. Auch wird geprüft, in welchen Geländearten der Einsatz einer Drohne Vorteile gegenüber anderen Transportmöglichkeiten bieten könnte.

Ein wesentlicher Vorteil der modularen Transportdrohne besteht darin, dass sie als Trägerplattform für unterschiedliche Nutzlasten genutzt werden kann. Dadurch muss für neue Erprobungen nicht jedes Mal eine eigene Drohne oder ein separates Testsystem entwickelt oder beschafft werden. Stattdessen kann dieselbe Transportdrohne je nach Bedarf mit unterschiedlichen Geräten ausgestattet und für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden. Aufgrund ihrer hohen Nutzlast können zudem mehrere Kommunikationssysteme gleichzeitig mitgeführt werden. Dies schafft Redundanz bei der Signalübertragung und erhöht damit die Zuverlässigkeit der Kommunikation.

Eine Person bereitet eine Transportdrohne auf einem Feld für eine Cargo-Mission vor.

Fazit und Ausblick

Die Innovationsexpedition unterstützt gezielt ausgewählte Kommandos der Schweizer Armee, welche Drohnensysteme für ihre jeweiligen Aufgaben künftig ausbauen möchten. Gleichzeitig trägt die Zusammenarbeit mit Industriepartnern dazu bei, Innovationen im Bereich Drohnentechnologie gezielt voranzutreiben. Ein wichtiger Meilenstein wurde bereits erreicht: Es fand die erste Ausbildung mit den Angehörigen der Log Br 1 im Sommer 2026 mit dem System statt.

Das Kompetenzzentrum Drohnen und Robotik V zieht dazu ein positives Fazit: «Der Ausbildner überzeugt mit seiner Erfahrung durch die vielen gelenkten Flugstunden und konnte den wichtigen Inhalt in kurzer Zeit effizient vermitteln.» Die dabei gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für weitere Tests und die schrittweise Evaluation neuer Anwendungsfälle.

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